Kosten/-Übernahme

Kostenerstattungsverfahren nach § 13,3 SGB V

Ich führe eine Privatpraxis und habe keine Abrechnungsgenehmigung für gesetzlich Versicherte.

Es gibt jedoch eine Bestimmung im Sozialgesetzbuch V, der eine Kostenerstattung für eine Therapie in einer Privatpraxis bei approbierten Psychotherapeuten mit Arztregistereintrag in Ausnahmefällen gewährt – eben jener § 13,3 SGB V.

Die Kostenerstattung in einer Privatpraxis greift dann dann, wenn ein Systemversagen vorliegt, was heißt:

  • Eine ambulante Psychotherapie ist aufgrund einer psychischen Erkrankung notwendig und unaufschiebbar
  • Und die Krankenkasse kann die Leistung im Kassensystem (z.B. aufgrund unzumutbar langer Wartezeiten) nicht rechtzeitig erbringen.

Dies kann bei einem dringenden Therapiebedarf gegeben sein, weil sonst eine Verschlechterung durch Nicht-Behandlung droht und der Patient trotz mehrfacher Versuche  keinen zeitnahen Therapieplatz bei einem Kassentherapeuten bekommen konnte.

Trifft dies auf Sie zu? Dann empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  1. Dokumentieren Sie Ihre Bemühungen, einen Kassentherapeuten zu finden. Notieren Sie die Namen und Adressen der Therapeuten (mindestens 5) bei denen Sie angerufen haben, sowie deren angegebene Wartezeit für einen freien Platz.
  2. Bitten Sie eine niedergelassenen Arzt Ihres Vertrauens um eine Einschätzung, ob auch er einen dringenden Therapiebedarf sowie die Gefahr einer Verschlechterung bei Nicht-Behandlung sieht.

Wenn ja, bitten Sie ihn darum Ihnen eine  kurze schriftliche Bescheinigung dieser Dringlichkeit auszustellen.

  1. Beurteilen Sie, ob Sie bei mir eine Therapie beginnen möchten – nach einem unverbindlichen und kostenfreien Erstgespräch in meiner Praxis.
  2. Wenn ja: Stellen Sie bei Ihrer Krankenversicherung einen schriftlichen Antrag auf Kostenerstattung nach § 13,3 – für eine Therapie in meiner Privatpraxis.

Ich unterstütze Sie gerne mit Rat und Tat bei der Beantragung der Kostenerstattung.