Verhaltenstherapie

Was ist Verhaltenstherapie?

Die Verhaltenstherapie nutzt wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Psychologie, um Menschen „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben.

Dabei richtet sie den Blick auf das „Hier und Jetzt“, konzentriert sich also auf das aktuelle Leben, so wie es gerade abläuft. Gemeinsam mit Ihrer Therapeutin beobachten Sie Schwierigkeiten und Probleme, kommen ihnen auf die Spur und entwickeln dann Lösungen, die Sie im Alltag ausprobieren. Ziel ist es, aktuelle Probleme anzupacken und dabei Schritt für Schritt und selbstverantwortlich das eigene Leben zu ändern.

Welche Rolle spielt die Vergangenheit?

Um aktuelles Denken und Verhalten besser verstehen zu können, ist es wichtig, persönliche Lebenserfahrungen aus der Biographie zu betrachten. Aus prägenden früheren Erfahrungen bilden sich oft zentrale Einstellungen und Lebenshaltungen, die das Verhalten in der Gegenwart steuern und erklären.

Welche Rolle spielt die Zukunft?

In der Verhaltenstherapie ist es sehr wichtig zu wissen, wohin man will. Was sind meine Ziele im Leben? Was bedeutet für mich ein glückliches Leben?

Und daraus abgeleitet: Was sind meine Ziele in der Therapie?

Wenn Sie sich dieser Ziele klar sind, schafft dies innere Motivation und Kraft für das Überwinden von Widerständen. Und Sie stärken die Ausdauer, die es für langfristige Veränderungen braucht.

Welche Rolle hat die Therapeutin?

Die Verhaltenstherapeutin ist Fragenstellerin, Veränderungsassistentin, Problemlösebegleiterin. Sie gibt Informationen, Anstöße und Anregungen.

Sie hat Methoden der Problemlösung, wird sie transparent einsetzen und Ihnen helfen, immer eigenständiger mit Ihrer Situation umzugehen.

Was die Therapeutin nicht kann: stellvertretend Probleme lösen, Lebensentscheidungen abnehmen, unangenehme Gefühle verhindern oder ohne Mitwirkung der Patienten deren Wohlbefinden verbessern.

Was können Sie dazu beitragen, dass Ihre Therapie erfolgreich wird?
  • Offenheit für Neues: Therapie erfordert ein Sich-Öffnen und den Mut, auch die verletzbaren Seiten des eigenen Lebens zu betrachten.
  • Bereitschaft zum Experimentieren: Therapie erfordert Neugier auf Neues und den Mut ungewohntes Verhalten auszuprobieren, was anfangs schwer fallen kann.
  • Ausdauer und Geduld: Therapie erfordert außerdem das Einüben von neu erworbenen Einstellungen oder Verhaltensweisen. Therapeutische Erkenntnisse wollen zukünftig Platz und Raum in Ihrem Leben.
  • Ansprechen von Unklarheiten: Es ist normal, wenn es innerhalb der Therapie auch mal „schwierig“ wird. Vielleicht fühlt man sich unverstanden, vielleicht ist man mit den Vorschlägen oder dem Tempo des Therapeuten nicht zufrieden, oder man verliert Geduld und Zuversicht. Dann hilft es, dies offen anzusprechen, weil es Widerstände abbaut und Lösungen erleichtert.